Einleitung
In den letzten Jahrzehnten haben die Stadtväter zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Downtown-Bereich von L. A. neu zu gestalten und einen Mittelpunkt für eine Stadt zu erschaffen, die in vielerlei Hinsicht dezentralisiert ist. Es wurden z. B. viele neue Geschäfte und Attraktionen angesiedelt, vornehme Lofts gebaut und kulturelle Sehenswürdigkeiten aufgewertet. Die unendlichen Bemühungen, die Menschenmassen aus den Vorstädten wieder ins Stadtzentrum zu locken, darunter der beeindruckende Walt Disney-Konzertsaal (Walt Disney Concert Hall), die Kathedrale „Our Lady of the Angels“ sowie die teuerste, aber immer noch begrenzt genutzte U-Bahn der Welt, haben unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Die erhofften Veränderungen werden vielleicht nicht so schnell und problemlos spürbar werden, wie die Stadtväter es sich erhofft hatten, trotzdem ist und bleibt die Downtown von L. A. das kulturelle und historische Zentrum der Stadt.
Wie so vieles in Los Angeles ist auch Hollywood nicht nur ein Ort, sondern ein Lebensgefühl. Bereits seit den 1920er Jahren begeistert Hollywood die Welt mit Glamour, Glanz und glitzerndem Showbiz. Jährlich lockt der Stadtteil Tausende von Touristen an, die einen Blick auf das bunte Treiben erhaschen möchten, um anschließend von sich behaupten zu können: „Ich war da!“ Doch die Wirklichkeit sieht häufig anders aus. Die Magie Hollywoods spielt sich größtenteils in Film- und Fernsehstudios ab, die noch nicht einmal in Hollywood liegen, sowie in unscheinbaren Filmbearbeitungslaboren.
Glanz und Glitzer finden Sie höchstens im Schaufenster eines Juweliers in Beverly Hills. In Hollywood wird hart gearbeitet. Natürlich zählen viele der Menschen, die in das Konzept Hollywood involviert sind – Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren, Komponisten – zu den bestbezahlten und berühmtesten „Arbeiternehmern“ der Welt. Doch im Grunde genommen sind die Film-, Fernseh- und Aufnahmestudios nichts anderes als „Fabriken“, in denen zahlreiche Überstunden gemacht werden.
In West Hollywood gibt es zwar nicht viele Sehenswürdigkeiten wie Museen oder Filmstudios zu bestaunen, dafür hat das Viertel aber jede Menge Unterhaltung zu bieten. Hier können Sie sich ins bunte Nachtleben stürzen, in einem der weltberühmten Restaurants speisen oder die Eröffnungsfeier einer Kunstgalerie besuchen. Nach dem Ende der Prohibition galt der Sunset Strip als die Amüsiermeile Hollywoods, wo sich Stars in glamourösen Nachtclubs wie dem Trocadero, dem Mocambo und dem Ciro's tummelten. In den 1950er Jahren drängte Las Vegas den Flitter des Strip größtenteils in den Hintergrund, doch schon im nächsten Jahrzehnt hielt die Musikindustrie Einzug in die Stadt, und zahlreiche Rockclubs wie Whisky A Go-Go entstanden. Auch wenn die trendigsten Nachtclubs heute in anderen Vierteln zu finden sind, ist der Sunset Strip mit seinen altbewährten Etablissements wie Viper Room und House of Blues immer noch angesagt.
Falls Sie nur einen Tag Zeit haben, um L. A. zu besichtigen, sollten Sie sich unbedingt Beverly Hills ansehen. Ob Sie es mögen oder nicht – dieser Stadtteil bietet dramatischen und filmreifen Glamour im Überfluss. Beverly Hills ist der größte Star überhaupt und heißt jeden willkommen, der willig ist, ein paar Geldscheine lockerzumachen. Sie dürfen bloß nicht Ihre Sonnencreme und die Sonnenbrille vergessen … und natürlich Geld zum Parken.
An die Küste von L. A. drängen sich die begehrten und angesagten Viertel Santa Monica, Venice und Malibu. Vom ultracoolen, ultrareichen Malibu bis hin zum künstlerisch angehauchten und teilweise etwas heruntergekommenen Venice schmiegen sich diese Küstenviertel, die in der Regel horrende Mietpreise verlangen, bogenförmig an die Bucht von Santa Monica. Was sie jedoch gemeinsam haben, sind die frische Luft, milde Temperaturen, ein oftmals unglaubliches Verkehrsaufkommen und eine auf den Strand fokussierte Lebensart, die viele Besucher als das Markenzeichen Südkaliforniens betrachten.
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