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Washington DC

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Einleitung

Die Stadt, in der Politik, gegenseitiges Schulterklopfen und diplomatische Manöver an der Tagesordnung sind, ist selbst das Ergebnis eines Kompromisses. Der Kongress war des Nomadentums und des bereits achtmal gewechselten Standortes überdrüssig und einigte sich 1785 auf die Errichtung einer dauerhaften Hauptstadt. Die nördlichen Gesetzgeber wollten die Hauptstadt im Norden am Delaware River errichten, die Südstaatler befürworteten jedoch eine Hauptstadt im Süden am Potomac. Eine Vereinbarung wurde getroffen, als Thomas Jefferson aus Virginia dem Vorschlag zustimmte, dass die Bundesregierung die Kriegsschulden der Kolonien übernehmen würde, wenn Alexander Hamilton aus New York und andere Gesetzgeber aus dem Norden der Errichtung der Hauptstadt am Ufer des Potomac zustimmen würden. George Washington selbst wählte den Ort der Hauptstadt, ein diamantförmiges, 260 km² großes Stück Land am Zusammenfluss des Potomac und des Anacostia River, nicht weit von seinem Landsitz am Mount Vernon entfernt. Um der jungen Stadt ein wenig Starthilfe zu geben, schloss Washington die bereits florierenden Tabakhäfen von Alexandria, Virginia und Georgetown (Maryland) in den District of Columbia mit ein. Im Jahre 1791 entwarf Pierre-Charles L'Enfant, ein französischer Ingenieur, der an den Revolutionskämpfen teilgenommen hatte, den klassischen Stadtplan.

Es bedurfte des Bürgerkrieges – und jedes nachfolgenden Krieges –, um der Stadt Antrieb zu geben. Dies führte zu Tausenden neuer Einwohner und einem großen Bauboom, der die Stadt in alle Richtungen wachsen ließ. Um 1870 wurden die Straßen gepflastert, und ab 1880 verkehrten die ersten Straßenbahnen. Denkmäler zu Ehren berühmter Amerikaner wie Lincoln und Jefferson wurden in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts errichtet, ebenso wie das riesige Federal Triangle, ein Monument für Tausende weniger berühmte Regierungsbeamte.

Es ist nicht zu leugnen, dass Washington nicht nur die erste geplante, sondern auch eine der schönsten Hauptstädte der Welt ist. Und auch wenn die Bundesregierung viele der Aktivitäten in der Stadt maßgeblich beeinflusst, so gibt es doch immer einen Ort, an dem Sie die Politik hinter sich lassen können. Washington ist eine Stadt der Aussichten – schöne Ausblicke, die von Block zu Block unterschiedlich sind und eine Einheit aus Geometrie und Kunst bilden. Im Gegensatz zu anderen Großstädten wird Washington nicht von Wolkenkratzern dominiert. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Jahre 1899 vom Kongress ein Gesetz verabschiedet wurde, laut dem Regierungsgebäude nicht von anderen Gebäuden überragt werden dürfen. Die Gebäude erstrecken sich elegant über die Stadt und sind niemals weit von einer der vielen großzügigen Grünflächen entfernt. Wie seine wichtigste "Industrie" – die Politik – ist auch Washingtons Gestalt ein sich permanent änderndes Kaleidoskop und lädt zu einer genauen Betrachtung von allen Seiten ein.




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