Tag 1: Das Französische Viertel (French Quarter)
Beginnen Sie damit, das berühmteste Viertel der Stadt näher kennenzulernen. Zugegeben, es ist ein Cé, aber der Café au lait und die Beignets im Café du Monde sind ein guter Ausgangspunkt, gefolgt von einem Bummel rund um den Platz Jackson Square und die St. Louis Cathedral. Überqueren Sie den Damm und genießen Sie vom Woldenberg Riverfront Park aus den Ausblick auf den Mississippi. Wandern Sie die North Peters Street entlang zu den Geschäften und Marktständen des Französischen Markts (French Market), bevor Sie durch die Wohnviertel des „Lower Quarter“ spazieren. Stöbern Sie nach dem Mittagessen in den Antiquitätenläden und Kunstgalerien der Royal Street und der Chartres Street und runden Sie den Nachmittag mit einem Cocktail in einem der schattigen Innenhöfe ab. Dazu eignet sich vorzüglich das „Napoleon House“, eine Café/Bar mit Atmosphäre, in der ein leckerer Pimm's Cup zu kriegen ist, oder der Haupttreff im Französischen Viertel, „Pat O'Brien's“. Heben Sie sich die Bourbon Street für den späteren Abend auf, denn die ist – wie alles, was vom harten Leben gekennzeichnet ist – im Nachtlicht viel attraktiver.
Tag 2: Uptown & Garden District
Die St. Charles Avenue-Trambahn rumpelt an einigen der prestigeträchtigsten Immobilien der Südstaaten vorbei. Setzen Sie sich also auf eine der hölzernen Bänke, schieben Sie ein Fenster auf und bewundern Sie die einzigartige Kulisse auf Ihrem Weg zum begrünten Audubon Park. Folgen Sie dem gepflasterten Fußweg zum „Audubon Zoo“ und halten Sie die Augen offen, um die weißen Tiger, zwei Albinobrüder namens Rex and Zulu, nicht zu verpassen. Nehmen Sie stadteinwärts einen Bus zur Magazine Street nahe des Zooeingangs und steigen Sie kurz nach der Napoleon Avenue aus. Dort finden Sie zahlreiche, gut besuchte Restaurants, auch mit Tischen draußen auf dem Bürgersteig. Gehen Sie weiter von der Magazine Avenue zur Washington Avenue und durchqueren Sie dann links das Gartenviertel Garden District. Prytania Street, direkt nach dem Friedhof „Lafayette Cemetery No. 1“ (Anne Rice-Fans, aufgepasst!), bietet sich gut als Orientierungspunkt für weitere Erkundungen der eleganten Seitenstraßen des Viertels an. Steigen Sie in die St. Charles Avenue-Trambahn Richtung Downtown ein oder schließen Sie den Tag mit einer Shopping-Tour und einem Abendessen um Magazine Avenue ab.
Tag 3: Erinnerungen an Katrina
Es kann einem makaber vorkommen, aber die Erkundung der vom Hurrikan „Katrina“ und den darauffolgenden Überschwemmungen zerstörten Stadtviertel ist für viele Besucher zu einem besonderen Ritual geworden – genau wie die Menschenmengen, die aus Ground Zero der eingestürzten Twin Towers in Manhattan eine Pilgerstätte gemacht haben. Sie können eine Bustour mit Führung nach Lakeview und zur verhängnisvollen Stelle des Deichbruchs an der 17ten Straße buchen; andere Busunternehmen bieten Touren zum Ninth Ward und nach Chalmette an. Wenn Sie selbst ein Fortbewegungsmittel haben, können Sie auch auf eigene Faust die Folgen von Katrinas Zerstörungszug betrachten. Nach dieser deprimierenden Erfahrung der durch Katrina verursachten Zerstörung empfiehlt sich, als Gegenmittel nach Zeichen des Neuanfangs Ausschau zu halten. Im Stadtpark (City Park), der erhebliche Sturm- und Wasserschäden davongetragen hatte, wurde der stattliche botanische Garten wiedereröffnet. Ganz in der Nähe stehen das ehrwürdige Kunstmuseum New Orleans Museum of Art und der Skulpturgarten Sydney and Walda Besthoff Sculpture Garden. Schließen Sie den Tag mit einem Abendessen und Live-Musik in einem der Clubs auf der Frenchmen Street Downtown ab, im Viertel „Faubourg Marigny“, wo noch immer die nicht unterzukriegende Partylust der Stadt umgeht.
Tag 4: Kunst, Geschichte & Kultur
Widmen Sie einen Tag einer tiefgründigeren Erforschung der kulturellen Attraktionen der Stadt. Kunstliebhaber sollten auf keinen Fall das Viertel „Warehouse District“ auslassen, in dem sich zwei hochinteressante Museen befinden: das Ogden-Museum südlicher Kunst (Ogden Museum of Southern Art) und das Zentrum für zeitgenössische Kunst (Contemporary Arts Center), umgeben von dynamischen Kunstgalerien, die großteils zeitgenössische, lokale Künstler ausstellen. Geschichtsversierte sollten unbedingt das National D-Day Museum besuchen, das sich ebenfalls im „Warehouse District“ befindet, sowie die Historische Sammlung von New Orleans (Historical Collection of New Orleans), beherbergt in einem wunderschönen, restaurierten Stadthaus im Französischen Viertel, in der wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. New Orleans-Musikliebhaber können die breitgefächerte Auswahl an CDs der Louisiana Music Factory durchsuchen. Von Zeit zu Zeit finden hier auch Performances von louisianischen Musikern statt.
Tag 5: Vor den Toren der Stadt
Vielleicht verführt Sie auch die Idee eines Tagesausflugs in die Umgebung der Stadt; zu einem der eleganten Plantagenherrenhäusern, eine Cajun Country-Rundfahrt oder eine Tour mit Führung durch die Sümpfe. Manche Unternehmen bieten eine Kombination an, einschließlich Lunch. Manche Vorkriegsvillen zwischen New Orleans und Baton Rouge wurden auf's sorgfältigste restauriert und mit Möbeln aus der Epoche ausgestattet. Naturliebhaber sollten sich etwas Zeit nehmen, um die Außenanlagen zu erkunden und sich an den grünen Blumengärten zu freuen. Touren durch den Sumpf: das klingt vielleicht nicht gerade verlockend, aber diese Ausflüge ermöglichen, die mit Zypressen bewachsenen Feuchtgebiete des südlichen Louisiana zu betrachten und außerdem, Alligatoren und andere hier ansässige Kriechtiere aus der Nähe zu beobachten. Bewahren Sie sich die Seefahreratmosphäre auch am Abend mit einer Fahrt zu Algiers Point an Bord der Canal-Street-Fähre, um die Skyline von New Orleans im Sonnenuntergang zu bewundern.