1729 wurde Baltimore durch die Kolonialregierung gegründet. Die Stadt liegt am Ende des breiten Patapsco-Flusses, der in die Chesapeake-Bucht mündet. Ihren Namen verdankt sie George Calvert, dem ersten Lord Baltimore und Gründer von Maryland. Die Hafenstadt mit Schiffbauindustrie wuchs bald an und boomte während des Unabhängigkeitskrieges.
Einen Quantensprung brachte der Jahrhundertwechsel ins 19. Jahrhundert: Von 6.700 Einwohnern im Jahr 1776 stieg die Bevölkerung auf 45.000 im Jahr 1810 an. Da Baltimore der Heimathafen der Schiffe der U.S. Navy und der schnellen Klipper war, die oft auf die britischen Schiffe Jagd machten, war die Stadt ein natürliches Ziel für den Feind im Krieg von 1812. Nachdem sie Washington, D.C. erobert und in Brand gesetzt hatte, segelte die britische Flotte den Patapsco-Fluss hinauf und bombardierte das Fort McHenry in Baltimore – allerdings vergeblich. Die 9 x 13 Meter große Flagge mit 15 Sternen und 15 Streifen wehte noch „beim frühen Sonnenlicht“. Dieser Anblick inspirierte die Nationalhymne "The Star-Spangled Banner“ (das sternenbesäte Banner).
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