Die siebzig Jahre vor der Amerikanischen Revolution gegründete und somit älteste Stadt des Mittleren Westens ist eine geschäftige Industriemetropole, in der etwa ein Viertel der Autos, Lkws und Traktoren des Landes hergestellt wird. Der Binnenhafen am Flussufer ist einer der verkehrsreichsten in der Region der Große Seen. Tagtäglich schiebt sich der dichte Verkehr in der Innenstadt durch den Detroit-Windsor-Tunnel und über die Ambassador-Brücke, die beide direkt über bzw. unter dem Detroit-Fluss von Detroit nach Windsor (Kanada) führen.
Obwohl die Stadt sich in den 1970er Jahren selbst den Beinamen „Renaissance City“ gab, hat sie bis vor Kurzem wenig dafür getan, diesen Titel tatsächlich zu verdienen. Die Neunziger waren eine Zeit des Umbruchs für Detroit: Ein neuer Bürgermeister zog ins Rathaus ein, es wurden Pläne für neue Sportstadien vorgelegt, und mehrere Bezirke des Stadtzentrums konnten erfolgreich wiederbelebt werden, darunter auch das mondäne Theaterviertel, das nun hinter dem New Yorker Broadway in der Anzahl Sitze den zweiten Rang belegt.
Wie jeder weiß, ist Detroit die „Motor City“, und somit besitzen auch die meisten Einwohner ein Auto. Viele Straßen der Innenstadt sind Einbahnstraßen, und der Besucher braucht schon einen detaillierten Stadtplan, um sich hier zurechtzufinden. Es führen zwei Hauptstraßen in die Downtown: die Woodward Avenue (Nord-Süd) und die Jefferson Avenue (Ost-West). Wenn Sie am Renaissance Center direkt am Flussufer zu Fuß losgehen, können Sie sich weiter östlich vorarbeiten und das aufstrebende Viertel Rivertown besichtigen. Begeben Sie sich dann in den Nordwesten ins kulturelle Herz der Stadt. Die Einschienenbahn Detroits, der People Mover, fährt auf einer Ringstrecke von ca. fünf Kilometern durch die Innenstadt und hält im Drei-Minuten-Takt an 13 Haltestellen.
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