Vormittag
Detroit hat viel an afroamerikanischer Kultur und Geschichte zu bieten. Am besten starten Sie Ihre Entdeckungstour mit einem Besuch im Museum für Afroamerikanische Geschichte (Charles H. Wright Museum of African American History). Mit über 30.000 Artefakten und archivierten Materialien, der bemerkenswerten Dauerausstellung "And Still We Rise (Und wir wachsen noch immer)" sowie eine Reihe von interessanten temporären Ausstellungen, Filmvorstellungen und Sonderveranstaltungen ist es das weltweit größte Museum, das der afroamerikanischen Kultur gewidmet ist.
Ein paar Blocks weiter nördlich befindet sich das Kunstinstitut Detroit (Detroit Institute of Arts), eines der größten Kunstmuseen des Landes mit einer der umfangreichsten Sammlungen afroamerikanischer Kunstwerke. Wenn Sie nach so viel Kunstgenuss hungrig geworden sind, empfiehlt sich das einladende Atlas Global Bistro in der Woodward Avenue, das seinen Gästen kreativ zubereitete Speisen bieten.
Nachmittag
Fahren Sie als Nächstes in westlicher Richtung zum Motown-Geschichtsmuseum (Motown Historical Museum), das von Esther Gordy Edwards, der Schwester des Motown Records-Gründer Berry Gordy, zur Erhaltung des Erbes von Motown Records und Förderung der Unternehmenswerte ins Leben gerufen wurde. Das Museum umfasst mehrere Gebäude mit Ausstellungen zur Geschichte und Entstehung der Motown-Musik, interaktiven Ausstellungen, einer Sammlung mit originalen Bühnenkostümen von berühmten Motown-Künstlern, Notenblättern, Instrumenten, außergewöhnlichen Fotos und weiteren Erinnerungsstücken, darunter der als Markenzeichen von Michael Jackson in die Musikgeschichte eingegangene weiße und mit Juwelen besetzte Handschuh und der schwarze Filzhut.
Wenn Sie gern mal Grenzgänger sein möchten, dann fahren Sie einfach zum John Freeman Walls Historic Site and Underground Railroad Museum, das über das Leben von John Freeman Walls, einem Sklaven aus South Carolina, informiert. Es liegt 30 Autominuten hinter dem Grenzübergang Detroit/Windsor und ist einen Besuch wirklich wert. Vergessen Sie jedoch nicht Ihren Pass. Das Museum wurde von den Nachfahren von John Freeman Walls sowie von Jane King Walls gegründet und stellt u. a. die Flucht der Sklaven auf der Underground Railroad dar. Die Touren finden je nach Vereinbarung und nur mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Rufen Sie vor dem Besuch also erst an.
In der Nähe der Innenstadt befindet sich das Afrikanische Holocaust-Museum (Black Holocaust Museum), in dem der Millionen von Afrikanern gedacht wird, die während des Sklavenhandels gefangen und verkauft wurden. Das Museum umfasst eine Sammlung von Artefakten aus der Zeit des Sklavenhandels sowie eine Nachbildung einer Sklavenhütte.
Abend
Runden Sie Ihren kulturellen Streifzug mit einem Abendessen im Beans & Cornbread ab, einem exquisiten und preiswerten Restaurant für Soul-Food. An den Wänden des gastlichen Speiseraums hängen Porträts von Josephine Baker, Aretha Franklin und Paul Robeson. Entspannen Sie sich, und genießen Sie deftige afroamerikanische Spezialitäten. Vor allem den ausgelassenen sonntäglichen Gospel-Brunch (Sunday Gospel Brunch) und den unglaublichen Pflaumenauflauf sollten Sie sich nicht entgehen lassen.