

Willkommen in Oklahoma, wo Sie überall freundlich empfangen werden, besonders im Jahr der Hundertjahrfeier. Einer der berühmtesten Söhne Oklahomas, der Cowboy-Humorist Will Rogers, bezeichnete seinen Heimatstaat einst als Essenz der Existenz Nordamerikas. Und kürzlich verkündete die Nachrichtensendung „Good Morning America“ vor Millionen Zuschauern, Oklahoma sei der Inbegriff Amerikas. Denn Oklahoma wurde durch umkämpfte Landverlosungen, eine Landauktion und den spektakulären „Oklahoma Land Run“ besiedelt, bei dem innerhalb kürzester Zeit zahllose Siedler ins Land strömten, und ist der einzige Staat, der vom Obersten Bundesgericht der USA zusätzliches Territorium zugesprochen bekam.
Seinen Ruf als „Dust Bowl“ (Staubschüssel) Amerikas, der von den verheerenden Staubstürmen herrührte, die jährlich über den Staat hinweg zogen, konnte Oklahoma erfolgreich niederlegen, indem mehr künstliche Seen als in irgendeinem anderen Staat angelegt wurden. Reisenden stehen somit zahlreiche Wassersportmöglichkeiten wie Angeln, Schwimmen, Boot- und Kanufahrten, Segeln, Rudern, Windsurfen, Jet-Ski und sogar Tauchen zur Verfügung. Zudem ist der Staat das ganze Jahr über ein wahres Anglerparadies. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass es die Gewässer Oklahomas auf der US-Liste der besten Süßwasser-Angelplätze unter die ersten drei geschafft haben.
Von sanft geschwungenen Hügeln bis hin zu ausgedehnten fruchtbaren Ebenen verfügt Oklahoma über eine vielfältigere Landschaft als die meisten anderen Staaten. Uralte Berge, sich ständig verändernde Sanddünen, Salzwüsten, Kiefernwälder, Zypressensümpfe und Alabasterhöhlen bilden einen paradiesischen Rahmen für jede Art von Urlaub.
Eine weitere Sehenswürdigkeit Oklahomas ist die Mutter aller Straßen, die historische Route 66, die quer durch den Staat verläuft und eine Fülle an einzigartigen und faszinierenden Reisezielen bietet. Sie führt Besucher sowohl durch die Großstadtregionen von Oklahoma City und Tulsa als auch durch eine facettenreiche Landschaft mit gemütlichem Kleinstadtcharme. Der zu Oklahoma gehörende Abschnitt der Route 66 ist zudem der längste aller Bundesstaaten.
Ein Großteil des Staates Oklahoma, der in Anlehnung an die Siedler, die vor dem offiziellen Startschuss bereits Land beanspruchten, auch „Sooner State“ (Staat der Frühen) genannt wird, wurde von Indianerstämmen gebildet, die durch Gewaltmärsche und Auseinandersetzungen an der Grenze die Gründung unabhängiger Staaten durchsetzten, was nicht nur die heutige kulturelle Identität, sondern auch die florierende Wirtschaft des Staates maßgeblich beeinflusste. Die über den ganzen Staat verteilten 39 Stammeszentralen der Indianer betreiben Touristenattraktionen, Unterkünfte, Pferderennbahnen, Golfplätze, Kasinos und sogar eine Schokoladenfabrik.
Die Cowboy-Wurzeln der Einwohner Oklahomas wurden durch die Büffelsoldaten (Buffalo Soldiers) weiter gefestigt, die nach dem Bürgerkrieg auf ihren Patrouillen durch das Territorium Forts und Außenposten errichteten. Treckführer und Cowboys trieben riesige Viehherden über den berühmten Chisholm-Pfad (Chisholm Trail) und andere Viehrouten, darunter der Great Western-Pfad (Great Western Trail) und zwei Abzweigungen des Shawnee-Pfads (Shawnee Trail). Heute ist das Landschaftsbild von Ranches geprägt, jeden Monat finden Rodeos statt, und es gibt zahlreiche Läden für Westernkleidung sowie Sattel- und Zaumzeug. Auf zwölf Einwohner kommt ein Pferd, was weit mehr ist als in allen anderen Staaten.
Dank der Großzügigkeit der Ölbarone im Oklahoma des frühen 20. Jahrhunderts und anderer vorausschauender Menschenfreunde konnte der Staat erstklassige Kunstwerke und Artefakte ansammeln, die stolz in Museen und historischen Häusern ausgestellt werden. Und diese Sammlungen wachsen stetig weiter. Für den Erhalt des musikalischen und künstlerischen Erbes des Staates wird das ganze Jahr über mit Festivals, Tanzensembles, Theatertruppen und Zentren der darstellenden Künste gesorgt.