Die Einwohner von Dallas sind stolz auf die eklektische Architektur ihrer Stadt, die sich solch ungewöhnlicher Bauwerke wie des Reunion Tower (300 Reunion Boulevard) von 1978 rühmen kann. Die Architekten, Walter Becket & Associates, entwarfen dieses 50-stöckige Gebäude in Form von vier Betonzylindern, die von einer Kuppel gekrönt werden. Es gibt aber auch konventionellere und ebenso sehenswerte Gebäude wie das Morton H. Meyerson Symphony Center (2301 Flora Street) von I.M. Pei, das 1989 eröffnet wurde.
Ebenfalls von Pei stammt die Dallas City Hall (1500 Marilla Street), die die Form einer auf den Kopf gestellten Pyramide hat. Das 1978 fertig gestellte Gebäude hat sieben Stockwerke über der Erde und zwei darunter. Die abgestufte Fassade der J. Erik Jonsson Central Library (1515 Young Street) gleich gegenüber, die von dem Dallaser Architekturbüro Fisher & Spillman konzipiert und 1982 fertig gestellt wurde, sieht aus, als wäre sie von der Vorderseite der City Hall abgebrochen.
Mitten zwischen den Wolkenkratzern und dem hektischen Treiben der Innenstadt liegt wie eine ruhige Oase der von dem Architekten Philip Johnson angelegte Thanks-Giving Square (begrenzt von Pacific, Bryan und Ervay Street), ein außergewöhnlicher Garten mit Kapelle auf einem dreieckigen Platz. Die weiße, spiralförmige Kapelle, die dem Minarett der Großen Moschee in Samarra im Irak nachempfunden ist, lenkt den Blick zum nördlichen Ende des Platzes. Die Kapelle bietet Sitzplätze für 80 Personen und hält ökumenische Gottesdienste ab. Die Deckenbereiche sind mit Buntglasscheiben des französischen Künstlers Gabriel Loire geschmückt.
Den Wolkenkratzer Fountain Place (früher Allied Bank Tower, 1455 Ross Avenue) aus grünem Glas mit dreieckiger Spitze kann man von fast überall in der Stadt aus sehen. Die krasse Stärke des 62 Stockwerke hohen Giganten von Harry Cobb und I. M. Pei wird auf Straßenebene durch einen 1,2 Hektar großen Platz mit schattenspendenden Zypressen, Wasserfällen und sprudelnden Springbrunnen gemildert.
Das Kalita Humphreys Theater (3636 Turtle Creek Boulevard) mit 479 Sitzplätzen im William B. Dean Park war eines der letzten Projekte des Stararchitekten Frank Lloyd Wright. Das Gebäude wurde 1959 fertig gestellt und zeichnet sich durch viele für den berühmten Architekten typische Stilelemente aus: vergoldete, spitz zulaufende Säulen, viele Fenster und die charakteristische Vermeidung rechter Winkel.
Das Adolphus Hotel (1321 Commerce Street) aus Backstein und grauem Granit, mit einer reich verzierten Fassade und einem zweistöckigen Mansardendach aus mehrfarbigem Schiefer ist wahrscheinlich das schönste Beispiel des amerikanischen Beaux-Art-Klassizismus in ganz Texas. Tom P. Barnett aus St. Louis entwarf dieses Gebäude 1912 im Auftrag des Brauereimagnaten Adolphus Busch. Dieser war von einheimischen Geschäftsleuten gebeten worden, ihnen beim Bau eines Luxushotels zu helfen. Im Gebäudeinneren finden sich unzählige Statuen und Bronzen im französischen Renaissance- und Barockstil.
Das Majestic Theater (1925 Elm Street) aus dem Jahr 1921 ist das letzte einer ganzen Schar von Kinos, die früher einen Abschnitt der Elm Street säumten, der als "Theater Row" bezeichnet wurde. John Eberson, der Architekt vieler Kinopaläste des frühen 20. Jahrhunderts, entwarf dieses Neorenaissance-Schmuckstück mit einer reich geschmückten Fassade und aufwändigem Fensterstuck. Ein Höhepunkt der ebenso prunkvollen Innenausstattung ist das riesige Bühnenportal, dessen Schmuckelemente sich im gesamten Zuschauersaal wiederholen, sogar an den Unterseiten der Balkone.
Der Architekt und Staatsmann Sir Alfred Charles Bossom entwarf 1922 eine weitere Perle der Neorenaissance, das Magnolia Building (1401 Commerce Street), das damals Firmensitz der Gesellschaft Magnolia Petroleum war und heute das Magnolia Hotel beherbergt. Damals war es das höchste Gebäude in Dallas. Der 12 m lange und 9 m hohe Neon-Pegasus oben auf dem Gebäude war das Wahrzeichen der Gesellschaft "Magnolia Petroleum" und später von Mobil Oil, dessen Vorgängerfirma in den 1920er Jahren Magnolia Petroleum aufkaufte. Obwohl es teilweise von höheren Gebäuden verdeckt wird, war das geflügelte Pferd jahrzehntelang ein gut erkennbares Wahrzeichen, das man selbst aus 120 km Entfernung noch sehen konnte!
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