

Odessa liegt im Westen von Texas in einem Permbecken. Die geologische Gebiet entstand während des Perms vor ungefähr 280 Millionen Jahren und ist etwa 400 km breit und 480 km lang. Vor langer Zeit lag in der Region ein Ozean voller Meereslebewesen und -pflanzen. Als der Ozean austrocknete, bildeten sich schließlich aus den vermodernden Pflanzen und Tieren die riesigen Öl- und Gasvorräte, die immer noch aus dem Becken gewonnen werden.
Odessas Besiedlungsgeschichte kann bis auf das Jahr 1881 zurückverfolgt werden, als die Verlängerung der Texas and Pacific Railway durch die südlichen Ebenen führte. Das verfügbare, billige Land zog von 1879 bis 1885 viele Siedler in die Gegend. Die ersten Bauern kamen 1885 an, jedoch sorgte erst die Eisenbahn dafür, dass Odessa für die Viehzucht enorm wichtig wurde. Bis Mitte der 90er Jahre des 19. Jahrhundert entwickelte sich Odessa zu einem Verkaufszentrum für den Rinderhandel.
Als im Jahr 1926 Öl entdeckt wurde, zog es Menschen der verschiedensten Interessengruppen und Berufe in das Gebiet und die lokale Wirtschaft änderte sich von einer landwirtschaftlich geprägten Stadt in ein Industriezentrum. Nach dem Ölboom von 1927 wurde schnell klar, dass zur Nutzung der neuen Ölfelder eine bessere Ausrüstung und Hilfsmittel benötigt werden würden. Und da Odessa über die Eisenbahn am nächsten an den Ölfeldern lag, entwickelte sich die Stadt schnell zum Versorgungs-, Arbeiter-, Transport-, Nachschub- und Produktionszentrum im Permbecken. Daran hat sich bis heute nichts geändert und die Stadt gilt als ein führendes Zentrum für Ölfeldtechnologie in der ganzen Welt.
Odessa liegt an den strategischen Kreuzungen der US-Interstate Highway 20, einer wichtigen Ost-/Westverbindung, und dem US-Highway 385, einer wichtigen Nord-/Südverbindung und kann so eine wichtige Rolle im aufstrebenden Staat und in der Wirtschaft des Landes spielen. Außerdem profitiert die Stadt von ihrer einzigartigen Lage als Handelszentrum zwischen Mexiko, den Vereinigten Staaten und Kanada.