DIE OFFIZIELLE REISE- UND TOURISMUS-WEBSITE DER USA

Washington DC

Veröffentlichen Drucken Email
Vorherige Seite

Washington DC Reiseartikel

Es heißt oft, dass Washington keine altmodischen Wohnviertel hat wie beispielsweise das nicht weit entfernte Baltimore. Es stimmt zwar, die Washingtoner neigen nicht dazu, sich auf ihren Vortreppen zu versammeln. Dennoch hat jeder Bezirk seinen eigenen Charakter, und einige Stadtteile wie zum Beispiel Capitol Hill vermitteln dem Besucher das Gefühl einer Kleinstadt.

The Mall
Diese Grünfläche erstreckt sich von der Westseite des Kapitols bis zum Washington-Denkmal. An ihrem Nord- und Südende befinden sich einige der besten Museen Amerikas, zu den meisten ist der Eintritt frei. Lindberghs Flugzeug „Spirit of St. Louis“, einige Suppendosen von Andy Warhol, der Hope-Diamant, die Küche der Starköchin Julia Child, ein Tyrannosaurus Rex und viele andere moderne und klassische Artefakte erwarten Sie hier. Das 90 Meter breite Einkaufszentrum „The Mall“ ist natürlich mehr als nur der Vorgarten der Museen: Es ist Picknickpark und Joggingstrecke, Außenbühne für Festivals und Feuerwerke und Amerikas Stadtpark. Sie können hier Einwohner beim Fußball- oder Softballspielen sehen, Schilder schwingende Demonstranten oder Kinder, die auf dem restaurierten Karussell aus dem Jahr 1947 herumklettern. Wer zuerst hinaufklettert, darf auf den Drachen.

Die Denkmäler
Die Washington-Statue steht auf halber Strecke zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial mit der düsteren Statue des sitzenden Präsidenten, der über das Wasserbecken schaut. Lincoln hat auch freie Sicht auf den Neuzugang der Mall, das Ehrenmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Links und rechts von ihm erheben sich das Denkmal für die Vietnamveteranen und das für die Veteranen des Koreakriegs. Der Rundbau des Jefferson Memorial erhebt sich südöstlich davon neben dem Tidal Basin, wo man Tretboote mieten kann. Hier stehen über 200 Kirschbäume, ein Geschenk aus Japan, die jedes Jahr beim Frühjahrsfestival im Mittelpunkt stehen. Das beliebte Roosevelt Memorial erstreckt sich über ein 3 Hektar großes, verschlungenes Gelände entlang des Tidal Basin und bietet einen hervorragenden Ausblick auf die Skyline von Washington.

Das Weiße Haus und Umgebung
Das bekannteste Wahrzeichen in dieser Stadt voller Bauwerke, die in der ganzen Welt bekannt sind, ist wohl das Weiße Haus. Trotz seiner Pracht überschattet es doch nicht ganz die anderen Wunder dieses Viertels, darunter einige der ältesten Häuser der Stadt und zwei große Kunstgalerien: die Renwick-Galerie – die Sammlung dekorativer amerikanischer Kunst des Smithsonian – und die Corcoran-Kunstgalerie, die für ihre Sammlungen der Fotografie, europäischer Impressionisten und amerikanischer Nachkriegskunst bekannt ist.

Capitol Hill
Das Kapitol, in dem seit 1800 Senat und Repräsentantehaus tagen, dominiert zusammen mit dem Obersten Gerichtshof und der Kongressbibliothek diesen Stadtteil. Aber Capitol Hill ist mehr als nur der Sitz der Regierung. Hier finden sich auch charmante Wohnviertel mit viktorianischen Häuserreihen, in denen zumeist Mitarbeiter des Kapitols wohnen und die eine gute Auswahl an Restaurants, Bars und Geschäften aufweisen. Das Eisenbahndepot Union Station wartet mit vergoldeten Gewölbedecken, bogenförmigen Säulengängen, Statuen römischer Legionäre, einem Einkaufszentrum und einem Kino mit mehreren Sälen auf. Vielleicht möchten Sie die Gelegenheit wahrnehmen, die Abgeordneten der verschiedenen Bundesstaaten im Kongress zu besuchen, während Sie vor Ort sind.

East End
In der früheren rautenförmigen Innenstadt, die von der Massachusetts, der Louisiana, der Pennsylvania und der New York Avenue begrenzt wurde, befinden sich Chinatown, das Ford's Theatre und einige wichtige Museen. Dank der anhaltenden Neubelebung ist der Penn Quarter-Abschnitt – der heute etwas vage als East End bezeichnet wird – heute wahrscheinlich der interessanteste Teil der Stadt. Hinter den restaurierten schmiedeeisernen Fassaden, die dem Viertel seinen unverwechselbaren Charakter verleihen, sprießen Galerien und Restaurants wie Pilze aus dem Boden.

Innerhalb des einige Blocks entfernten Federal Triangle, das von der Pennsylvania Avenue, der Constitution Avenue und der 15th Street NW begrenzt wird, befinden sich die Nationalarchive, in denen die Originale der Unabhängigkeitserklärung, der Verfassung und der ersten zehn Zusatzartikel zur Verfassung zu bewundern sind. Das National Building Museum, ein Architekturmuseum, kann sich der größten Säulen der Welt rühmen. Ebenfalls in der Nähe befinden sich das Museum für Frauen in der Kunst (National Museum of Women in the Arts), die Porträtgalerie (National Portrait Gallery) und das Smithsonian-Museum für amerikanische Kunst. Außerdem wären noch das wunderschöne alte Postgebäude (Old Post Office Pavilion) und das Spionagemuseum (International Spy Museum) zu erwähnen.

Georgetown
Das wohlhabendste Viertel der Hauptstadt, das übrigens auch für Architekturfans sehr interessant ist, ist springlebendig, auch wenn die Einzelhändler inzwischen Geschäften und Imbissketten gewichen sind, die man auch in jedem Einkaufszentrum des Landes findet. Die Wisconsin und die M Street sind dicht mit Restaurants, Bars, Nachtklubs und Boutiquen besiedelt. Der ursprünglich für Frachtschiffe verwendete C&O-Kanal ist heute Teil des Nationalparksystems: Man kann dem Treidelpfad folgen oder im ruhigen Wasser des Kanals Kanu fahren; sogar Fahrten mit einem von Maultieren gezogenen Kahn werden angeboten. Der Hafen von Washington wurde komplett umgestaltet. Hier stehen heute Restaurants, Büros, Apartments und schicke Geschäfte. Georgetown Park ist ein mehrstöckiges Einkaufsparadies, und die Georgetown University ist die älteste Jesuitenschule des Landes. Die 4 Hektar große Gartenanlage Dumbarton Oaks ist einer der schönsten Orte in Washington. Mit gepflasterten Seitenstraßen, Ecken und Winkeln lädt die Gegend um Dumbarton Oaks zu einem Spaziergang ein.

Dupont Circle
Der angesagte, lebendige Dupont Circle verdankt sein kosmopolitisches Flair zum Teil den zahlreichen Restaurants, Geschäften und Buchhandlungen. Hier ist aber auch der auffälligste Teil der homosexuellen Gemeinschaft Washingtons zuhause. Besonders beliebt ist das Viertel in den Sommermonaten, wenn die 17. Straße zur Bühne wird – die Zuschauer sind die Gäste der Restaurants und Bars mit Terrasse – und das Grasrondell in der Mitte des Kreisverkehrs des sich mit Sonnenanbetern, Schachspielern und Musikern bevölkert.

Das exklusive Wohnviertel Kalorama ist eine friedliche, baumgesäumte Enklave voller Botschaftssitze und Luxuswohnhäuser. Wenn Sie auch einmal die „schöne Aussicht“ bewundern möchten, schauen Sie hinab über den gut 700 Hektar großen Rock Creek Park mit einem Planetarium, einem 18-Loch-Golfplatz sowie Reit- und Fahrradwegen. Ebenfalls in Kalorama befindet sich die Phillips-Sammlung mit so berühmten Gemälden wie Auguste Renoirs „Frühstück der Ruderer“, Edgar Degas’ „Tänzerinnen an der Stange“ und einem Selbstportrait von Paul Cézanne.

Adams-Morgan
Dieses Viertel ist das ethnisch vielfältigste und sicherlich eins der interessantesten von Washington. Hier findet man viele ausgefallene Restaurants und Geschäfte und eine lebendige, überraschend abwechslungsreiche Bar- und Clubszene. Die prachtvollen Wohn- und Reihenhäuser aus dem 19. Jahrhundert und die Bohèmeatmosphäre ziehen junge berufstätige Städter und die entsprechenden Geschäfte an. Das sorgt leider auch für Parkprobleme und eine gewisse Überfüllung.

Foggy Bottom
Foggy Bottom, das „Neblige Ende“, diesen Namen verdankt das Viertel dem Rauch der Fabriken und der sumpfig-feuchten Luft, die früher für einen nie weichenden Nebel entlang dem Ufer sorgten. Heute sind hier drei bekannte Institutionen angesiedelt: das Außenministerium, das Kulturzentrum „Kennedy Center“ und die George-Washington-Universität. Wohl eines der berühmtesten Bürogebäude aller Zeiten ist Watergate, das am 17. Juni 1972 in die Geschichte einging. Auch wenn die Straßen weniger belebt sind, sobald Sie die Pennsylvania Avenue verlassen, und viele der architektonischen Schmuckstücke aus dem 19. Jahrhundert durch einheitlich anmutende Bürogebäude ersetzt wurden, hat sich Foggy Bottom doch einige äußerst charmante Ecken und Winkel bewahrt.

Cleveland Park
Dieses Viertel im Nordwesten Washingtons zeichnet sich durch viele Bäume, schöne Häuser und eine Vorstadtatmosphäre aus. Hier finden sich unzählige Bungalows im „Arts and Crafts“-Stil der Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts, viktorianische Herrenhäuser und große Grünflächen. Die Hauptverkehrsader Connecticut Avenue bietet eine bessere Auswahl an Restaurants und Boutiquen als einige der bekannteren Gegenden der Stadt.

Eine besondere Perle des Viertels ist das Kino „Loews Cineplex Uptown“ aus den 1930er Jahren im Art déco-Stil, dessen riesige Leinwand und Balkone noch heute erhalten sind. Einer der modernsten Zoos der Welt, der "National Zoological Park", befindet sich in unmittelbarer Nähe. Seine berühmtesten Bewohner sind Komodo-Warane und zwei Riesenpandas.

Upper Northwest
Dieses Gebiet liegt nördlich von Georgetown und erstreckt sich bis zur Grenze von Maryland. Sein berühmtestes Wahrzeichen ist die Washington National Cathedral im auffälligen gotischen Stil, die 1990 nach über 80 Jahren Bauarbeiten fertig gestellt wurde. Etwa 1,5 Kilometer in nördlicher Richtung hinter der U-Bahnhaltestelle Tenleytown/American University und auf dem höchsten Punkt der Stadt befindet sich Fort Reno, die Stätte der einzigen Schlacht des Bürgerkriegs, die in Washington selbst stattfand.

Arlington (Virginia)
Auch wenn Arlington durch den Potomac-Fluss von Washington getrennt ist, spielt es im Leben der Stadt eine wichtige Rolle: nicht nur als Pendlervorort, sondern als letzte Ruhestätte und Gedenkstätte vieler bedeutender Amerikaner. In Arlington befindet sich nicht nur das Kriegerdenkmal des Marineinfanteriekorps, das das Hissen der Flagge in Iwojima im Zweiten Weltkrieg in Bronze darstellt, sondern auch zwei der am häufigsten besuchten Orte der Welt: Auf dem Friedhof von Arlington liegen über 250.000 Veteranen sowie John Kennedy, sein Bruder Robert und seine Witwe Jacqueline Kennedy Onassis begraben. Jackie Kennedy war es auch, die ursprünglich das Ewige Feuer zum Andenken an ihren Ehemann vorgeschlagen hatte. Ebenso bewegend ist der Wachposten am Grabmal des unbekannten Soldaten.

Alexandria (Virginia)
Die Geschichte Alexandrias ist mit den wichtigsten Ereignissen und Personen der Kolonialzeit, der Unabhängigkeitsbewegung und des Bürgerkriegs eng verwoben. Die bewegte Vergangenheit der Stadt ist in den gepflasterten Straßen ebenso lebendig wie im neubelebten Hafen, wo Klipper vor Anker liegen und Handwerker ihre Waren ausstellen, und in den restaurierten Wohnhäusern, Kirchen und Tavernen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.




Inhalt von . Copyright © Fodor’s Travel, eine Division von Random House, Inc. Alle Rechte vorbehalten

Für unseren Newsletter anmelden
Verfolgen Sie Neuigkeiten über Ihre Lieblingsreiseziele, informieren Sie sich über Sonderangebote und vieles mehr